Theologie hoch 2

In Hannover ist heute der ökumenische Kongress kirche2 zu Ende gegangen. Über imageTwitter haben wir uns von gerne-katholisch.de schon ab und an gemeldet. In den nächsten Tagen möchte ich von einigen Eindrücken und Veranstaltungen erzählen. Den Anfang macht die Vorkonferenz, die ich mit einigen Kommilitonen aus Frankfurt besucht habe: Theologie2 – Vorkonferenz für Studierende.

Donnerstagmittag ging es los.  Ich würde sagen, ca. 50 Studentinnen und Studenten, die Theologie oder Religionspädagogik für einen Dienst in der evangelischen oder katholischen Kirche studieren, trafen sich im Stefansstift in Hannover. Nach ein paar „soziometrischen Übungen“ (diesen Begriff habe ich dort gelernt, er meint, dass sich die Gruppe nach verschiedenen Kategorien – z.B. Alter – sortiert), starteten wir in eine Kleingruppenphase und suchten aus verschiedenen Begriffen drei aus, die für uns unbedingt zum Kirchenbild gehören. Die Begriffe waren u.a. Sakramente, Verkündigung des Wortes Gottes, Kirche für andere, Bewahrung der Schöpfung, Mitarbeit an der Geschichte Gottes in der Welt,… In unserer Gruppe gab es wirklich interessante und gute Gespräche über die verschiedenen Begriffe und über das, was für uns Kirche ausmacht. Zwei Aspekte sind mir besonders hängen geblieben: Alles steht und fällt mit der Verkündigung des Wortes Gottes. Ganz viel (oder eigentlich alles), was die Kirche tut oder unserer Meinung nach tun sollte, lässt sich in diesem wesentlichen Punkt zusammenfassen. Ein anderer Aspekt, den wir alle teilten, lässt sich für mich gut in dem Wort „Kirche für andere“ zusammenfassen: Kirche darf sich nicht um sich selbst drehen, im eigenen Saft braten. Kirche muss für andere da sein, bereit sein, andere zu akzeptieren, zu integrieren. Kirche muss anderen helfen, egal ob Christ oder nicht. Kirche gehört zu den Menschen.

In einer zweiten Runde ging es um „Meine Geschichte mit der Kirche“ und die Fragen, was mir an der Kirche wichtig war, was mir wichtig ist und wie mein Bild für die Zukunft aussieht. Kirche muss Alternativen bieten, an Kirche muss man sich reiben können, Kirche muss Freude verbreiten und das Evangelium zu den Menschen bringen. Damit seien nur einige Stichpunkte genannt, die sich in einem guten Gespräch in meiner Kleingruppe ergaben.

Zum Schluss ging es für drei Fragen (Motivation zum kirchlichen Dienst, Ökumene und eigene Konfession, Last und Lust im Dienst) in verschiedenen Gruppen zum Gespräch mit sehr verschiedenen und sehr interessanten Gästen aus der Praxis. Begeisterung ist für mich ein wichtiges Schlagwort aus diesen Gesprächen. Beim Abendessen und auch danach gab es Gelegenheit, die Gespräche aus den Runden weiterzuführen oder noch neue Kontakte zu knüpfen.

Auch wenn ich am Donnerstagabend das  Gefühl hatte, mir würde ein wenig der Input fehlen – heute Abend muss ich sagen, es war genau richtig: Die Gespräche über die Kirche, über unsere Kirche, über meine Vision von der Kirche waren sehr interessant, in manchen Dingen auch überraschend und in jedem Fall bereichernd. Das Gespräch mit anderen Studenten aus ganz Deutschland war motivierend und ermutigend. Eine entspannte und fröhliche Atmosphäre, eine super Stimmung und offene Menschen. Die Vorkonferenz war für mich ein toller Einstieg in den ökumenischen Kongress (besonders auch, weil ich dort immer wieder auf bekannte Gesichter aus der Vorkonferenz traf), auf dem noch einiges an Input folgte. Mehr dazu in den nächsten Tagen…

Am Donnerstagabend gab es übrigens einen Preacher Slam in der Jugendkirche Hannover, der sich wirklich sehen lassen kann. Hier ein kleiner Einblick: [youtube http://www.youtube.com/watch?v=qtZY_63SRK8?rel=0]

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