Gefällt mir – Social Media und Kirche²

Geht hinaus in die ganze Welt…

socialmedia…und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! (Mk 16, 15) Auch das Internet und die sozialen Netzwerke sind Welten, in die Jesus uns geschickt hat. Im Forum Gefällt mir – Social Media und Kirche2?, das ich als zweites besucht habe, wurde dies deutlich. Der evangelische und bloggende und twitternde Pastor Pohl, Andrea Imbsweiler von KAMP,
die vor ein paar Jahren eine Kirche auf Second Life mitbetreute und Rainer Gelhot von der Internetseelsorge im Bistum Osnabrück und in der Kirche von funcity.de berichteten von ihren Erfahrungen.

Beim Internet, das wurde mir deutlich, geht es vor allem um Präsenz der Kirche. Kirche wird so (zum Beispiel über verschiedene Hashtags bei „kirchlichen“ Tweets) in ganz neuen Bereichen von ganz neuen Menschen wahrgenommen. Menschen, die der Jugend entwachsen sind bzw. für die der Gang in die Kirche mit großer Überwindung verbunden ist, können über das Internet auf Angebote des Gesprächs und der Seelsorge stoßen.

In Second Life beispielsweise fand sich regelmäßig eine Gruppe zum Gespräch und Gebet ein, die Kirche von funcity.de bietet Seelsorge und Gebete an.

Bei Internetangeboten (Homepage, Facebookseite,…) der Gemeinde und Gruppen ist es wichtig, dass sie nicht nur Wiederholungen der Printerzeugnisse sind, sondern etwas anderes bieten.

Natürlich ist in so einem Forum immer die Schwierigkeit, dass Leute zuhören, die selbst twittern und andere, die noch nie von Twitter und Co gehört haben. Doch vor allem die Idee, mit einem Blog und mit Twitter die Präsenz der Kirche auch in der Web-Welt zu sichern hat mich angesteckt. Auch die Idee über den Kongress zu berichten habe ich im Nachgang dieses Forums gefasst. Jetzt nach den Prüfungen könnte ich auch mal in Angriff nehmen, einen eigenen Blog oder zumindest Twitter-Account zu beginnen – mal schauen, was draus wird.

Gerade bei Twitter gibt es meiner Ansicht nach die Chance, mit kirchlichen Tweets zu alltäglichen oder aktuellen Themen die Menschen „positiv zu schocken“, wie Pastor Pohl es ausdrückte. Und eine Institution kann halt schlecht so twittern, dass es gehört wird („Katholische Kirche macht sich auf in den #Urlaub! #Entspannung“ klingt doch irgendwie doof). Auch hier braucht es wieder Personen. Ich glaube, wenn Kirche, bzw. Menschen in der Kirche sich auf dieses Abenteuer einlassen, können wir nur gewinnen. Und die Menschen, die so erreicht werden, können gewinnen, weil sie die Kirche wieder in ihrem Alltag wahrnehmen. Die Kirche, an der die Menschen sich reiben und an der sie sich freuen. Kirche, an der die Menschen mitarbeiten und von der sie beschenkt werden. Eine Kirche, die mutig in die Zukunft geht und nicht eine, die – zumindest in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung – unreflektiert im gestrigen verharrt. Eine Kirche, die sich für die Menschen interessiert, auf sie zu geht und für sie da ist. Eine Kirche, die ihren Auftrag erfüllt und in alle Welt geht!

Achja, zur Vorstellung der Referenten gab es eine tolle Methode, die ich gerne auch noch erwähnen möchte: Jeder hat 20 Folien, die jeweils 20 Sekunden lang auf die Wand projiziert werden. Dazu wird dann das Thema vorgestellt und die Zeit ist automatisch begrenzt!

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