Kirche lernt Kommunikation neu

Erzbischof Claudio Celli, seines Zeichens Präsident des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel, hat vor einiger Zeit eine bemerkenswerte Rede über die Beziehung zwischen Kirche und den neuen Medien und die Zukunft der kirchlichen Kommunikation gehalten. Seine Kernaussage:

„Wir können nicht einfach tun, was wir immer getan haben indem wir die neuen Technologien nur benutzen.“

Er meint damit, dass die Kirche nicht nur die Form ändern muss, sondern auch die Kommunikation selbst.
Wenn ich das höre, kommt mir ein Beispiel für moderne Kommunikation in den Sinn, von dem ich kürzlich las. Sinngemäß ging es um die Nutzung von Tablet-PCs in Gottesdiensten (am Beispiel von Freikirchen in Südafrika). Es gibt dort in einigen Kirchen kostenloses WLAN, die Gemeindemitglieder haben eigene Apps, mit denen sie die Aussagen des Pastors vorne direkt bewerten und beeinflussen können. Das kann (und will) ich mir auch für die fernere Zukunft irgendwie in unserer Kirche nicht vorstellen.

Dennoch steckt doch die Arbeit der Kirche(n), was Evangelisierung und Pastoral im Internet angeht, noch in den Kinderschuhen. Das Potenzial und die Möglichkeiten sind noch nicht erkannt, wahrscheinlich auch noch gar nicht absehbar. Aber die Rede von Erzbischof Celli, die P. Bernd Hagenkord in seinem Blog dokumentiert, ist als Inspiration sehr lesenswert. Sie dreht sich nicht nur um das Internet, sondern um kirchliche Kommunikation generell:

http://blog.radiovatikan.de/wir-koennen-nicht-einfach-tun-was-wir-immer-getan-haben/

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