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Maria als Wegweiser der Neu-Evangelisierung?

Im großen Tagungssaal der CNMC ging es um Neuevangelisierung
Im großen Tagungssaal der CNMC ging es um Neuevangelisierung

Einer der Workshops auf der Catholic New Media Conference trug den spannenden Titel: “Wie kann man ein New-Media-Missionar sein? Lektionen von Maria, Stern der Neu-evangelisierung”.

Der im ersten Moment merkwürdig klingende Titel “Stern der Neuevangelisierung” stammt von Benedikt XVI, der ihn Maria im Jahr 2006 zuschrieb. Er soll ausdrücken, dass Maria den Menschen den Weg zu Jesus weist, wie sie bei der Hochzeit von Kana den mutlosen Dienern den Rat gab: ‚Was er euch sagt, das tut’ (Joh 2,5).

Die Vortragende, Angela Sealana, zog als roten Faden für die Neuevangelisierung nach dem Vorbild Mariens das “Magnificat” (Lk 1,46) heran. Ich möchte nur wenige Beispiele nennen, um ein bisschen Appetit darauf zu machen, wie man sich an Bibeltexten entlanghangeln und dabei vieles für sich entdecken kann. Das kann für jeden etwas anderes bedeuten.

Es beginnt mit dem persönlichen Bekenntnis des Einzelnen: “Meine Seele preist die Größe des Herrn.” Nur wer im Glauben tief verwurzelt ist, kann andere Menschen auch davon überzeugen.
“Und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.”  Man sollte sich fragen: Macht mein Facebook-Post die Menschen traurig oder froh? Fühlen sie die Menschen danach “zum Jubeln?”
“Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.” – sich kleinmachen, “to humble yourself”, bedeutet für Angela Sealana, sich selbst durch die Augen Gottes betrachten.

Aus dem gesamten Text des Magnificats extrahierte sie vier Schlagworte, die wichtige Richtschnur für unser Gebet sein können:

  • joyful – voll Freude
  • humble – sich kleinmachen
  • thankful – voller Dank
  • mercyful – voller Gnade

Jeder sollte sich fragen “wie ist mein Gebet?” Voll Freude? Erhöhe ich mich selbst? Danke ich Gott? Habe ich auch Gnade mit Anderen? Für die Referentin jedenfalls besteht daraus das Grundgerüst für eine erfolgreiche Neuevangelisierung im Internet.

Meine Seele preist die Größe
des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott,
meinen Retter.
Denn auf die
Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.

Siehe, von nun an preisen mich selig
alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unseren Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen
auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist, wie im Anfang,
so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen.

 

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