/Pfingstnovene Tag 1 – Christi Himmelfahrt

Pfingstnovene Tag 1 – Christi Himmelfahrt

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Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liedruf zu Beginn (Gotteslob Nr. 165 (alt: 246)

V: Send uns Deines Geistes Kraft, der die Welten neu erschafft:
A: Christus, Herr, erbarme Dich.
V: Lass uns als Waisen nicht, zeig uns des Trösters Licht:
A: Christus, erbarme Dich.
V: Dass in uns das Herz entbrennt, Deiner Gnade Reich erkennt:
A: Christus, Herr, erbarme Dich.

Gebet (Tagesgebet)

Allmächtiger, ewiger Gott,
 erfülle uns mit Freude und Dankbarkeit,
 denn in der Himmelfahrt deines Sohnes 
hast du den Menschen erhöht.
 Schenke uns das feste Vertrauen,
 dass auch wir zu der Herrlichkeit gerufen sind,
 in die Christus uns vorausgegangen ist,
 der in der Einheit des Heiligen Geistes
 mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Impuls (Carlo Carretto)

Als ich ein Kind war, suchte ich Gott im Himmel hoch oben über den Wolken.
Unverwandt blickte ich ins Licht, das von oben kam.

Als ich heranwuchs, suchte ich ihn in den Schwestern und Brüdern,
die um mich herum waren.

Als ich in der Mitte des Lebens war,
suchte ich ihn auf den Pisten der Wüste.

Nun, da mein Weg dem Ende zugeht, genügt es mir,
die Augen zu schließen, und ich finde Gott und den Himmel in mir.

Schriftlesung (Mt 28, 16-20)

Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Gedanken zur Schriftlesung
dem hl. Johannes Chrysostomus zugeschrieben
Homilie über die Himmelfahrt, §16-17; PG 52, 789 

„Die Himmelfahrt deines Sohnes ist bereits unser Sieg: wir sind die Glieder seines Leibes“

Gott und die Menschen sind zu einer Art geworden. Deshalb sagt der hl. Paulus: „Wir sind von Gottes Art“ (Apg 17,29). An einer anderen Stelle sagt er: „Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm“ (1 Kor 12,27). Das bedeutet: wir sind zu seinen Verwandten geworden durch das Fleisch, das er angenommen  hat. Uns ist also durch sein Verdienst der Himmel gewährleistet: das Fleisch, das er von uns genommen hat, und auf Erden der Heilige Geist, der in uns wohnt… Was wundert ihr euch, dass der Heilige Geist mit uns ist und zugleich im Himmel, wenn der Leib Christi zugleich im Himmel und mit uns ist? Der Himmel hat den geheiligten Leib in Besitz genommen, die Erde hat den Heiligen Geist empfangen. Christus ist gekommen und hat den Heiligen Geist gebracht, dann ist er in den Himmel aufgestiegen und hat unseren Leib dorthin mitgenommen… Welch furchterregender und erstaunlicher göttlicher Ratschluss! Wie sagt doch der Prophet: „Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!“ (Ps 8,2)…

Die Gottheit ist erhöht worden. Wörtlich heißt es: „Er wurde vor ihren Augen emporgehoben“ (Apg 1,9), er, der in allem groß ist, der große Gott, der große Herr, der auch „ein großer König über die ganze Erde“ ist (Ps 47,3). Ein großer Prophet, ein großer Priester, ein großes Licht – er ist groß in allem. Und er ist nicht nur groß durch seine Göttlichkeit; er ist es auch in seiner Fleischlichkeit; denn er ist Hoherpriester und großer Prophet. Wie das? Hört, was der hl. Paulus sagt: „Wir haben einen erhabenen Hohenpriester, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes; lasst uns an dem Bekenntnis festhalten“ (Hebr 4,14). Wenn er Hoherpriester und großer Prophet ist, dann ist es doch zutreffend, dass „ein großer Prophet unter uns aufgetreten ist und Gott sich seines Volkes angenommen hat“ (Lk 7,16). Wenn er ein Hoherpriester ist, ein Prophet, ein großer König, dann ist er auch ein großes Licht: „Das heidnische Galiläa, das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen“ (Jes 9,1f; Mt 4,15). Wir haben also das Unterpfand unseres Lebens im Himmel, in den wir mit Christus emporgehoben worden sind.

Stille

Gebet zum Heiligen Geist
(Stephen Langton, übertragen von Hildegard von Bingen)

Komm Heiliger Geist
Sende von Gott her
Den Lichtstrahl Deines Feuers

Komm Vater der Armen
Komm Spender der Gaben
Komm Licht der Herzen

Bester Tröster
Du unser Freund
Spürbare Hilfe

Du Ruhe in der Unruhe
Du Maß in der Leidenschaft
Du Ermutigung in der Mutlosigkeit

Unendliches Glück
Vollende im Innersten
Die Dir vertrauen

Ohne Dein Wirken
Ist es nichts mit dem Menschen
Ist nichts ungefährlich

Kläre das Undurchsichtige
Mache fruchtbar die Wüste
Heile die Wunden

Beuge das Unbeugsame
Bewege das Herzlose
Führe das vom Weg Abgekommene

Gib den Deinen
Die auf Dich hoffen
Die Fülle Deiner Gaben

Segne unser Werk
Gib im Sterben das Heil
Gib Freude ohne Ende
Amen. Halleluja.

Segensbitte

V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
A: Amen.
V: Singet Lob und Preis.
A: Dank sei Gott dem Herrn.

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