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Bleibt hier und wacht mit mir!

Dieser kurze Satz aus dem Matthäusevangelium (Mt 26, 38) ist den Allermeisten bekannt und nicht an wenigen Orten wird an Gründonnerstag mit dem entsprechenden Taizé-Gesang das abendliche/nächtliche Gebet eröffnet, dass an eben jenes Gebet Jesu im Garten Getsemani erinnert, das uns das Evangelium schildert.

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In dieser Erzählung des Gebets Jesu sind die Jünger mir -wie so oft-  unendlich nah. Sie haben den Einzug in Jerusalem und den damit verbundenen Freudentaumel hinter sich. Aber gerade auch das gemeinsame Mahl, die unendlich reiche, zugleich verwirrende Erfahrung der Fußwaschung und nun dämmert es wohl auch dem Letzten von ihnen, dass Jesu Worte vom nahen Tod in Jerusalem wahr sind. Sie sind mittendrin in dem Gefühlswirrwarr, das wir selbst heute durch die Feier der Karwoche erleben. Und da soll man ihnen verübeln, dass ihnen zu nächtlicher Stunde „vor Traurigkeit“ die Augen zufallen? (mehr …)