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Brennende Sehnsucht

Geistlicher Impuls im August

Am 28.08 feiert die Kirche den Gedenktag des Heiligen Augustinus von Hippo und das ist doch ein guter Anlass, ihm mal einen Impuls zu widmen. Oft werde ich auf meinen berühmten Namenspatron angesprochen und nicht immer können andere meine Begeisterung für den Kirchenvater so auf Anhieb teilen. Und Augustinus ist ja auch tatsächlich kein einfacher Heiliger, ja selbst wenn man manch albernes Klischee beiseite räumt, bleibt er eine ziemlich sperrige, widersprüchliche Persönlichkeit.

Der große Seelsorger, der immer Menschen um sich haben wollte, ist zugleich auch der Vater einer pessimistischen Sicht auf den Menschen. Der Theologe der Gnade ist zugleich auch jener, der mit der Zuhilfenahme der römischen Truppen gegen die Donatisten einer verhängnisvollen Verquickung von religiösen Fragen und weltlicher Macht das theologische Fundament schuf. Der leidenschaftlich Liebende, nicht umsonst wird der Heilige Augustinus mit dem brennenden Herzen dargestellt, ist zugleich auch der Schöpfer eine zutiefst negativen Lehre von der menschlichen Sexualität, die bis heute ihren Niederschlag in der kirchlichen Lehre hat. Das alles ist Augustinus von Hippo und wird von den einen dafür unkritisch bewundert und von den anderen verteufelt.

Bild: Der Heilige Augustinus, Marienaltar der Stadtkirche in Langenzenn.
Quelle: Wikimedia Commons/Wolfgang Sauber

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Kirche als „Gemeinschaft der Heiligen“ im Hier und Jetzt?!

Denn in Christus hat er uns erwählt, damit wir heilig und untadelig leben (vgl. Eph 1,4)

Geistlicher Impuls zu Allerheiligen von Michael Raab

Am 1. November feiern wir das Hochfest Allerheiligen. Dabei schauen wir nicht nur auf diejenigen, die vor uns lebten oder die die Kirche zu „Ehren der Altäre“ erhoben hat, sondern wir feiern im Grunde auch uns selbst, die Gemeinschaft der Heiligen, zu der wir berufen sind und zu der wir durch die Taufe dazugehören. Wir lassen uns an die Hoffnung erinnern, dass wir zur ganzen Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes gelangen sollen, vergessen aber sicher allzu oft oder tun uns schwer damit, dass diese Heiligkeit schon im Hier und Jetzt beginnt und sichtbar werden soll. Das hat einerseits etwas Gutes, denn wir sollen ja nicht gleich auch noch hochnäsig werden. Trotz aller Berufung zur Heiligkeit müssen wir uns bewusst bleiben, dass wir immer noch sündige Menschen sind (vgl. das Evangelium vom 30. Sonntag im Jahreskreis, Lk 18, 9-14). Andererseits sollten wir uns trotzdem dieser Berufung klar sein. (mehr …)

Mutter und Sohn – Heilige Bindungen

Der geistliche Impuls von gerne-katholisch.de

Für die Ordensgemeinschaften, die nach der Regel des hl. Augustinus leben, stehen in diesen Tagen zwei besondere Heilige auf dem Kalender: Am 27.8. gedenkt die Kirche der hl. Monika und am 28.8. ihres Sohnes, des hl. Augustinus. Passenderweise liegen beide Feste in unmittelbarer Nähe zueinander, denn Mutter und Sohn verbindet viel.

augustinusregelnorbertWas wäre Augustinus ohne seine Mutter gewesen? Ein brillianter Rhetoriker? Ja, das war er. Berühmt, reich, beliebt? Sicherlich. Aber glücklich? Erfüllt? Ein Heiliger? Niemals.

Als Augustinus im Jahr 354 in eine „gemischt-konfessionelle“  Familie im Norden Afrikas hineingeboren wird, ist noch nicht abzusehen, was einst aus dem Sohn des Heiden Patricius und der Christin Monika werden wird. Früh beginnt seine Ausbildung zum Rhetor, früh findet er eine Frau und zeugt ein Kind. Kleine Rückschläge gibt es in seinem Leben, überwiegend geht sein Weg aber steil nach oben und führt ihn als Professor in die Hauptstadt des römischen Reiches. Sein Leben wird als ausschweifend und – jedenfalls vordergründig – glücklich beschrieben. Doch die Seele Augustins dürstet bereits nach der Wahrheit, von der bereits die Mutter zu ihm gesprochen hatte. Doch was ist Wahrheit? Die Bibel kann den großen Literaten nicht begeistern und überzeugen, lieber sucht er sein Heil in den Lehren des Manichäismus. Augustinus taumelt auf diese Weise leichtfüßig und doch schwermütig durch das Leben, während Monika auf Knien, um seine Bekehrung betet. Als Witwe reist sie ihrem Sorgenkind nach Italien nach und schließlich gelingt es ihr mit Hilfe des hl. Bischofs Ambrosius von Mailand, ihren Sohn zum Glauben zu führen. (mehr …)