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Impuls zum 3. Advent

„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe.“ – Jeden Tag einen Mini-Impuls: advent.gerne-katholisch.de

Dieser gewaltige Imperativ steht über dem dritten Adventssonntag und läutet die heiße Phase der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest ein. Es geht um mehr als eine Ermutigung, es ist eine Aufforderung, ja beinahe schon eine Anweisung, sich zu freuen. Die Begründung: „Der Herr ist nahe.“

Das heutige Evangelium bringt es auf den Punkt. Johannes lässt durch seine Jünger fragen, ob Jesus der erwartete Messias sei. Die Antwort Jesu hat es in sich: „Macht doch einfach mal die Augen und Ohren auf, dann müsst ihr doch erkennen was hier geschieht. Lahme gehen, Blinde sehen, Tote stehen auf. Die Prophezeiung Jesajas hat sich erfüllt. Guckt doch einfach mal richtig hin!“

Der Advent hat immer zwei Seiten. Zum einen erwarten wir die Ankunft des Herrn, ja wir erflehen sie geradezu, „Komm, o komm Immanuel!“  Zum anderen feiern wir aber auch, dass er schon in unserer Welt und unserem Leben gegenwärtig ist und wirkt. Denn nur, wenn wir lernen zu sehen und zu glauben, was Gott heute und jetzt schon Großes wirkt, in der Welt, der Kirche und dem Leben eines jeden von uns, dann werden wir auch Sein kommen in Herrlichkeit nicht verschlafen.

Also Augen und Ohren auf! Freut euch! Der Herr der kommt, er verändert schon heute euer Leben!

Impuls zum 2. Advent

Jeden Tag einen Mini-Impuls: advent.gerne-katholisch.de

Im heutigen Evangelium wird uns Johannes der Täufer vor Augen gestellt. Oft wird er in der Kunst mit einem langen Zeigefinger dargestellt. Es handelt sich dabei nicht um den moralischen Zeigefinger, sondern um den, der auf Christus verweist.

Als Christen sind wir aufgerufen, dieser Zeigefinger zu sein. Nicht der, der immer nur auf die Moral verweist, sondern der, der versucht zu Christus und zu seinem Evangelium zu zeigen.

Papst Franziskus wird nicht müde, das zu betonen. In seinem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium, über die Freude des Evangeliums, schreibt er „Wenn wir alles unter einen missionarischen Gesichtspunkt stellen wollen, dann gilt das auch für die Weise, die Botschaft bekannt zu machen. In der Welt von heute (…) ist die Botschaft, die wir verkünden, mehr denn je in Gefahr, verstümmelt und auf einige ihrer zweitrangigen Aspekte reduziert zu werden. Das größte Problem entsteht, wenn die Botschaft, die wir verkünden, dann mit diesen zweitrangigen Aspekten gleichgesetzt wird, die, obwohl sie relevant sind, für sich allein nicht das Eigentlich der Botschaft Jesu Christi ausdrücken. (…) In diesem grundlegenden Kern ist das, was leuchtet, die Schönheit der heilbringenden Liebe Gottes, die sich im gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus offenbart hat.“ (EG 34-35)

Rufen wir mit Johannes und führen so zu Christus: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ (Mt 3,2).