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Von Gott reden

Vor einigen Tagen wurde veröffentlicht, wie viele Menschen im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten sind. Der Franziskus-Effekt konnte den Tebartz-van Elst-Effekt nicht ausgleichen. Für viele Menschen waren wohl die Geschehnisse rund um dem Limburger Domberg ein Anlass, grundsätzlich das eigene Verhältnis zur Kirche zu überprüfen und aus der Kirche auszutreten.

Einen Tag bevor die Zahlen veröffentlicht wurden, twitterte Papst Franziskus:

Der Franziskus-Effekt liegt meiner Ansicht nicht nur darin, dass der Papst nicht in seinem Palast wohnt und alte Autos fährt, sondern vor allem darin, dass er immer wieder versucht den Menschen eine Begegnung mit Jesus zu ermöglichen und das als Auftrag an die Kirche und damit an jeden einzelnen Christen formuliert. Jesus Christus gehört in das Zentrum und ist das, wofür die Kirche Zeugnis ablegen soll. Den Menschen von Gott erzählen, ist die Hauptaufgabe. Nicht das Verwalten von Geld und Strukturen.

Aber wie kann das funktionieren, von Gott zu reden? (mehr …)

#JesuGeburt

tweet_kathUnter dem Hashtag (eine Art Schlagwort oder Kategorie in sozialen Netzwerken) #JesuGeburt twittert katholisch.de die Weihnachtsgeschichte in den twitterüblichen 140 Zeichen. Sehr gut, meine ich. Die frohe Botschaft gehört auch in dieses Neuland und auch wir versuchen das ja immer wieder.

Anfang des Jahres war ich auf dem Kongress Kirche2 und bin seit dem auch noch überzeugter, dass die frohe Botschaft auf Twitter gehört. Und der Papst geht mit gutem Beispiel voran.

Bisher ist katholisch.de bei der Verkündigung der Geburt an Maria angelangt, ein bisschen was wird noch kommen in den nächsten Tagen. Doch Ich frage mich, wen man mit dem Hashtag JesuGeburt erreichen kann, der die Weihnachtsgeschichte nicht eh kennt? Warum nicht auch bei Twitter vorwagen zu denen, den die Botschaft noch fremd ist und zwischen allen #Weihnachten-, #Geschenke- und #Stress-Tweets die frohe Botschaft, das, was wir an Weihnachten Feiern verkünden?

Ob es mehr erreicht weiß ich nicht, aber ich glaube es ist einen Versuch wert.

Die Kirche kann noch viel lernen im Umgang mit den sozialen Netzwerken und das meiste wohl nur durch das ausprobieren.

Danke, katholisch.de – ich bin gespannt, was noch kommt!

Update – Hier  die Antwort von katholisch.de:

antwort

Neuevangelisierung braucht Zuhören

Peter Faver By Grentidez (Own work), via Wikimedia Commons

Peter Faber
By Grentidez, via Wikimedia Commons

Gestern wurde bekannt gegeben, dass Papst Franziskus einen der ersten Jesuiten, den Seligen Peter Faber, heiliggesprochen hat. In einem Blogeintrag beschreibt ihn P. Bernd Hagenkord SJ als „Patron der Exerzitien“ und begabten Seelsorger und Beichtvater. „Und während ein zweiter Jesuit das Predigen übernommen hatte, saß Faber von Morgen bis zum Abend im Beichtstuhl, so viele Menschen wollten zu ihm, dass er ihnen zuhöre.“, schreibt Hagenkord.

„Neuevangelisierung“ ist zur Zeit ein Wort, das immer wieder in kirchlichen Kreisen und auch auf unserem Blog wird immer dazu geschrieben. Ich glaube auch, dass das gut ist und dass wir diese neue Verkündigung des Evangeliums brauchen. Für mich ist es ein schöner und wichtiger Aspekt, den der Papst vielleicht mit dieser Heiligsprechung setzen möchte, dass Neuevangelisierung auch ganz viel mit Zuhören und Seelsorge zu tun hat. Ohne das funktioniert es nicht. Neuevangelisierung kann auch geschehen im Zuhören und im Zusprechen der Liebe Gottes zu uns.

Heiliger Peter Faber, bitte für uns!

Alles Gute zum Geburtstag, Papst Franziskus!

papstgeburtstag

Jetzt dem Papst gratulieren – einfach dieses Bild oder den Artikel teilen

Wir danken Dir für die ersten 9 Monate deines Pontifikates, in denen du uns zur Solidarität mit den Armen ermahnt hast. Du hast uns ermutigt und überrascht. Du hast neue Akzente gesetzt und bewahrst das Bewährte. Du wirst nicht müde, zu wiederholen: „Mit Jesus Christus kommt immer und immer wieder die Freude!“ (Evangelii Gaudium 1).

Wir wünschen dir weiterhin alles Gute für deine Aufgabe und beten dafür, dass die „Freude des Evangeliums“ in unseren Herzen wächst und Frucht bringt.

@Pontifex – Was Papst Franziskus für die neuen Medien bedeutet

pontifex

Gleich zwei (indirekt sogar drei) Vorträge auf der Catholic New Media Conference in Boston griffen die Wirkung von Papst Franziskus auf die Neuen Medien auf. In der Einführungs-Keynote gab Mons. Tighe, Sekretär des päpstl. Rates für die sozialen Kommunikationsmittel, interessante Einblicke in die Arbeit hinter den großen „offiziellen“ Kanälen des Papstes – news.va und dem Twitter-Account @Pontifex (man kann sich hier in voller Länge die Keynote anschauen).

Wer hätte es gedacht: Papst Franziskus schreibt seine Tweets tatsächlich selbst. Wobei Mons. Tighe durchblicken ließ, dass es gar nicht so einfach sei, diese dann in die verschiedenen Sprachen zu übersetzen. Denn was auf italienisch perfekt in 140 Zeichen passt, kann auf englisch oder deutsch (da konnte er sich einen Seitenhieb auf die deutsche Sprache nicht verkneifen) viel zu lang sein.  (mehr …)

Gott ist im Leben jedes Menschen

Ende letzter Woche ist in mehreren Jesuitenzeitschriften ein Interview mit Papst Franziskus erschienen. Er spricht u.a. über das zweite vatikanische Konzil: „Das Zweite Vatikanum war eine neue Lektüre des Evangeliums im Licht der zeitgenössischen Kultur. Es hat eine Bewegung der Erneuerung ausgelöst, die aus dem Evangelium selbst kommt“. Mein Eindruck ist, dass Papst Franziskus diese „Erneuerung aus dem Evangelium“ weiterführen will. „Die wichtigste Sache ist aber die erste Botschaft: ‚Jesus Christus hat dich gerettet’“, so Franziskus. Das Evangelium als frei- und frohmachende Botschaft verkünden – das ist der Auftrag der Kirche! Konzentration auf die Mitte, auf Christus und seine Botschaft. Der Papst zeichnet, wie in seinen Predigten, auch im Interview ein eindrückliches Bild: Kirche als Feldlazarett: „Ich sehe ganz klar, dass das, was die Kirche heute braucht, die Fähigkeit ist, die Wunden zu heilen und die Herzen der Menschen zu wärmen – Nähe und Verbundenheit. Ich sehe die Kirche wie ein Feldlazarett nach einer Schlacht. Man muss einen schwer Verwundeten nicht nach Cholesterin oder nach hohem Zucker fragen. Man muss die Wunden heilen. Dann können wir von allem Anderen sprechen.“ (mehr …)